Sonntag, 6. März 2022

Stell Dir vor es ist Krieg. Und alle spielen mit.

 Wir haben wieder einmal Krieg in Europa. Und es herrscht große Einigkeit in (fast) allen Medien und bei (fast) allen Parteien darüber wer hier Opfer und wer hier Täter ist. Ich möchte mich da nicht einmischen - auf mich hören wird ja ohnehin keiner. Zumal mir dieser Krieg ein klassischer Fall zu sein scheint, in welchem viele Väter die Verantwortung tragen.  Über Verantwortung will ich doch schon schreiben. 

Wir können durchaus davon ausgehen, dass alle in Verantwortung stehenden politischen Kräfte in Ost und West bereits seit längerem durchaus wussten, dass dieser seit Jahrzehnten schwelende Konflikt über kurz oder lang ausbrechen wird. Mister B. in W. benannte gar mehrfach konkrete Termine. Was eigentlich gar nicht so kompliziert war. Das die Duma in M. beschließen würde die zwei Volksrepubliken anzuerkennen und Tow. P. dann eine Entscheidung treffen müsste, war selbst mir kleiner Kerze auf der Torte klar. Auch wenn ich fest daran glaubte, es käme allenfalls zu einer militärischen Unterstützung in den VR selbst. Aber die auf Konflikte spezialisierten Einrichtungen am Ostufer des großen Teiches hatten da sicher bessere genauere Kalkulationen.

Was tat also die Politik in EU und den U. um den absehbaren Konflikt zu verhindern? Nichts, weniger als nichts. Ganz im Gegenteil. Beständig warfen sie Brandbeschleuniger in den qualmenden Herd. Um nur ein Beispiel zu nennen: die an der Spitze des fürs Militär stehende Ministerin eines großen mitteleuropäischen Landes drohte im Oktober 21 an, dass auch der Einsatz von Kernwaffen  denkbar wäre. Damals gab es gar noch, wenn auch leisen Widerspruch. Diplomatische Aktivitäten aus M. wurden zwar zur Kenntnis genommen, jedoch alle Kernfragen, welche die Sicherheit von RF betrafen von vornherein als nicht verhandelbar benannt und abgeschmettert. Das wurde parallel begleitet von einer auch für mich beispiellosen konzertierten medialen und politischen Hetze - und ich bin aus der Zeit Anfang der 1990er Jahre einiges in dieser Art gewöhnt. Man konnte praktisch kein TV oder Radioprogramm mehr hören ohne Negativschlagzeile gegen die RF und seinen Präsidenten persönlich serviert zu bekommen. Wie der Schwelbrand zu betrachten sei, wurde praktisch nur noch von Botschafter M. festgelegt, welcher gefühlt häufiger medial präsent war, als im Jahr zuvor Herr L. mit der Fliege. Es wurde insgesamt darauf hingearbeitet diesen Krieg endlich zu bekommen. Er war erwünscht und wurde initiiert.

Nachdem der Krieg dann unter Beteiligung des Militärs der RF heiß wurde, begann die Hochzeit der Heuchler für den Frieden. Politiker aus Staaten, welche zuvor Kriege begonnen oder zumindest an ihnen beteiligt waren (ich habe hier begrenzt Platz, zähle sie daher nicht auf) verurteilten diesen Krieg scharf und mischten auch sofort mit. Menschen, welche sich zuvor nie in irgend einer Form in Friedenspolitik eingebracht hatten (ein Appell für Frieden etwa 1 1/2 Wochen zuvor hatte ca. 5000 Unterschriften, eine Friedensdemo vor dem Brandenburger Tor am 18.2. tauchte allenfalls in den Verkehrsnachrichten auf) hüllten sich in die Farben des angegriffenen Landes und demonstrierten für Frieden. Für Frieden? Ich weiß nicht recht, wohl eher gegen RF. Gleichzeitig äußerten sich alle im Parlament vertretenen "demokratischen Parteien" etwa gleichlautend zu Schuld. Auch wenn die Forderungen am Ende etwas voneinander abwichen. Regierung und größte Oppositionsfraktion waren sich einig für den Frieden 100 Milliarden € für das Militär bereitzustellen. Das nachdem für das Gesundheitswesen, trotz Pandemie praktisch nicht ein Cent mehr floss. Gleichzeitig mit diesen "Friedensaktivitäten" findet eine große Ausgrenzung von Menschen der RF statt. In Kultur, im Sport (selbst der Behindertenverband machte hier mit!), in der Wirtschaft und rein gesellschaftlich. In Ländern, welche sich mit Informationsfreiheit brüsten, werden alle Infokanäle zum "Feindesland" gekappt. Dieser menschliche Schaden ist vermutlich irreparabel, war aber seit Jahren schon latent vorhanden. Journalisten hätten sich gegen die Beschränkung der Informationsfreiheit wenden müssen, nicht mitmachen. Sportler hätten sich mit den ausgeschlossenen Sportlern solidarisieren müssen, nicht mitmachen. Gerade bei den Sportlern der Paralympics hätte ich das erwartet. Offenbar forderte aber auch diese, dass andere Sportler, wegen ihres Passes ausgeschlossen wurden und demütigend wieder abreisen mussten.  Künstler müssten laut gegen die Kündigung ihrer Kollegen auftreten sollen, wie sie es taten, als sie wegen Covid nicht auftreten durften.

Gewinner ist auf jeden Fall die große Nation auf der anderen Seite des großen Teiches. Die zusätzlich den Vorteil hat, weit weg vom Konfliktort zu sein. Selbst ein paar Atombomben die fallen jucken da kaum. Die üblichen Opfer eines Krieges sowieso nicht. Das zeigt ein Blick in den Rückspiegel und die aktuelle Praxis.

Verlierer sind zuerst die Menschen der unmittelbar betroffenen Länder. Sie sterben und leiden für Interessen, welche nicht die ihren sind. Verlierer sind aber auch die Menschen in EU. Sie werden alles in Euro und Cent bezahlen müssen. 

Montag, 9. Juli 2018

War es früher besser?

Die Frage tauchte tatsächlich so ähnlich auf. War es früher in der DDR besser? Oder doch jetzt? 
Also ich kann diese Frage wirklich nicht mit einem klaren "ja" oder"nein" beantworten - halte sie, in so einfacher Art auch gar nicht beantwortbar. Auch wenn es für mich persönlich selbstverständlich schon Gedanken zu dieser Fragestellung gibt.

Ich will es mal an einer anderen Situation darstellen.

Gern arbeite ich mit meinen Kollegen zusammen und ich ich liebe meine Arbeit. Bin aber auch sehr gern zu Hause. Im Urlaub reise ich mit Freude ins Erzgebirge, um dort zu wandern. Fahre aber auch mit Vergnügen ans Meer, um da einfach (fast) nichts zu tun. Was mache ich lieber? Ich weiss es nicht. 

Der Mensch hat die Fähigkeit der Anpassung an die äußeren Verhältnisse. Er lebt am Rande der Wüste und im ewigen Eis. Und er hat sich im Verlauf seiner Entwicklung von der einen, in eine andere klimatische Umgebung begeben. Und jeder dort Aufgewachsene fühlt sich in seiner persönlichen Welt wohl, hat jedoch ein bestimmtes Maß an Unzufriedenheit. Man käme auch nicht auf die Idee, ein einzelnes Individuum zu befragen, wo es sich im Laufe der Entwicklung besser gelebt habe.

Ich persönlich habe mich in der DDR sehr wohl gefühlt. Dort wuchs ich auf, lernte, hatte Freunde. Das Land war für die Verhältnisse unter denen es entstand "voll in Ordnung". Ohne dass es perfekt war. Aber es war die Heimat. Da war ich zu Hause. 
Über meine persönlichen Lebensverhältnisse heutzutage kann ich aber auch nicht wirklich klagen. Die weitestgehende Liberalisierung bietet auch für den einzelnen Menschen viel Möglichkeiten. Und ich habe das Glück, in einem wirklich reichem Land, mit relativ viel erkämpften Rechten auch für den "einfachen" Menschen zu leben.

Der Staat DDR war mir als Heimat und auch von vielen anderen Dingen näher, als die heutige BRD. Welche seinerseits auch eine ganz andere ist, als vor 30 Jahren. Eine Weiterentwicklung der DDR wäre mir persönlich lieber gewesen. 

Aber ein zurück gibt es in der Geschichte sowieso nicht. Und selbst wenn ich mir das wünschen könnte, würde ich auch nicht zurück wollen.
Denn im Jetzt leben auch alle meine Freunde, Kollegen und meine Familie. Warum sollte ich diese also verlassen?

Montag, 21. Mai 2018

Das Alter, Alder!

Für viele Menschen ist das Alter nur irgend etwas mit Zahlen. Ist es das wirklich? Das ich diese Frage so stelle, deutet bereits darauf hin, dass ich meine, es wäre nicht einfach so.

Na klar,  aus dem Geburts- und dem aktuellem Datum, lässt sich das scheinbare Lebensalter errechnen. Aber, das sind erst einmal wirklich nur leere Zahlen. 
Denken wir uns jeden Tag unseres Lebens als ein leeres Gefäß. Eine Flasche, ein Krug, ein Karton oder ein Korb. Morgens ist der Tag noch leer, wir müssen ihn füllen. Sonst bleibt er wirklich nur ein leerer Karton oder eine leere Flasche. Schon dieses macht einen Unterschied. 30, 40, 50, 60, 70, 80 Jahre können also sehr, sehr verschieden sein. Manch 30 Jahre junger Mensch hat mehr Tage gefüllt, als ein doppelt so alter Mensch. Hier kann also ein junger Mensch, quasi älter sein, als ein alter Mensch.

Auf der anderen Seite, sehe ich das s.g. Alter einerseits als die Betrachtung des Status unserer Gesundheit, als Reflexion dieses Status und die Sicht auf mögliche Veränderungen unserer äußeren Hülle.

Solange ich gesund bin, spielt der Zeitraum, welchen ich bereits auf der Erde wandle, eine untergeordnete Rolle. Warum soll ein nach sportlicher Betätigung eintretender Schmerz beim 25-jährigen als normal, beim 55-jährigen, jedoch als Alterserscheinung betrachtet werden?

Wie reflektiere ich meinen Gesundheitsstatus? Ein junger Mensch käme kaum auf den Gedanken, Krankheit als als Ausdruck des Alters zu sehen. Selbst bei ernsthaften und chronischen, gar angeborenen Krankheiten betrachten wir Schmerz oder Krankheit jedoch üblicherweise in Bezug auf das erreichte Lebensalter. Es kommt auch hier wieder darauf an, wie wir die Tage dennoch füllen. Und wie wir damit umgehen.

Und die äußere Hülle? Ein paar Falten sind doch nichts anderes, als in unserer Hardware abgelegte ErLebensdaten!

Sonntag, 13. Mai 2018

Unheimliche Begegnungen

Es handelt sich bei diesen Begegnungen nicht um solche mit UFOs oder Alien. Wer hier so etwas erwartet kann gleich aufhören zu lesen. Es geht auch nicht um Sex, also Begegnungen mit unheimlich tollen Frauen. 

Ich bin als Fußgänger täglich mehrere Stunden unterwegs im öffentlichen Verkehrsraum. Dabei begegnen mir, besonders bei dem jetzigen schönen Wetter sehr viele Radfahrer. Hier möchte ich meine Top 3 von unmittelbaren Begegnungen mit dieser außerordentlich interessanten Spezies berichten. 

Platz 3. Ereignisort: Südost-Fußgängerampel U-Bahnhof Frankfurter Allee. Ich überquere bei Grün die Straße. Will über den gepflasterten Weg in meinen FAS-Kiez. Plötzlich trifft mich von hinten der Schlag - ein Radfahrer hat die Umkurvung meiner Person falsch kalkuliert. Ich kann aber den Sturz vermeiden. Der Radfahrer benötigt auch etwas Zeit um wieder stabil zu fahren. Eindrucksvoll wird hier die Kreiselwirkung der sich drehenden Räder demonstriert. Nach 5 Metern ist aber alles wieder gut und die Fahrt kann fortgesetzt werden.
Ich brauche nicht zu betonen, dass der Radfahrer sich nicht umgedreht hat, um mal zu schauen, was ihn das so aus der Bahn gebracht hat.

Platz 2. Ereignisort: Nöldnerplatz. Ich gehe kurz vor dem S-Bahnhof Nöldnerplatz über die Lückstraße. Welche gerade frei von Verkehr ist. Doch Vorsicht! Von rechts nähert sich ein Radfahrer. Auf dem Fußweg selbstredend. An dieser Stelle durch eine Baustelle recht eng. Unhöflich wie ich bin gehe ich einfach weiter. Der Radler muss abstoppen und mit den Füßen die Pedale verlassen. Aus der griechischen Mythologie wissen wir ja, dass den Riesen da die Kraft verlässt. Mein radelnder Antäus sagte also "sorry". Sobald er allerdings wieder in den Pedalen war, kam ein "Du hast mich doch gesehen!" Ich war echt zerknirscht.

Platz 1: Ereignisort: Paul und Paula Ufer an der Rummelsburger Bucht. Ich wandere auf der rechten Seite, des breiten Fussweges Richtung Osten. Dieser Weg darf von Radfahrern mit genutzt werden. Mir kommt ein Radfahrer entgegen, welcher gerade ein Telefonat erhält. Er möchte wohl nicht während des Fahrens telefonieren (löblich). Zieht also voll auf "meine" Seite. Kommt da an einer ungünstigen Stelle zu stehen. Da fällt nämlich die Kante des Weges etwa 20 cm tief ab. So fällt der Gute fast auf die Nase. 
Er kann die Situation seinem Gesprächspartner aber kurz schildern: "So ein blöder Fußgänger." Tja, so ist das.

Nachsatz: Ich habe selbstverständlich vom Grundsatz her nichts gegen Radfahrer. Radfahren ist eine gesunde, recht umweltgerechte Art sich fortzubewegen. Es vergrößert die Reichweite des Menschen in erheblichem Maße - soweit es die Mobilität betrifft. 
Aber. Die Reichweite des geistigen Horizontes vermindert es offensichtlich in gleichem Maße.
Für den von mir zufällig beim Wandern durch Berlin beobachteten Verkehrsraum, sind Radfahrer die rücksichtslosesten, egoistischsten und gedankenlosesten Verkehrsteilnehmer. Mit Abstand. In solchem Maße, dass es auffällt, wenn sich ein Radfahrer rücksichtsvoll oder gar korrekt verhält. Ich freue mich schon, wenn auf dem Gehsteig fahrende Radfahrer unterwegs sind, langsam fahren und Fussgänger nicht bedrängen. Denn eigentlich gehören sie da nicht hin. Sie sind dort Gast und sollten sich auch so verhalten. Besonders die Raser empfinde ich als Bedrohung. Vor allem, wenn sie haarscharf an mir vorbeifahren. 
Ich weiß um die Probleme schlechter Fahrradwegeinsfrastruktur. Aber das kann man doch als Radfahrer nicht einfach an den Fussgängern auslassen.


Sonntag, 25. März 2018

Wandern oder Joggen? Das ist hier die Frage!

Das entscheidet selbstverständlich jeder für sich. Auf der Basis individueller Neigung und vorliegenden Informationen. Geht es ja nicht um das Bewegungsding an sich, sondern den konkret zu erwartenden Nutzen für den Einzelnen. Mein Sohn brachte mich drauf, darüber mal nachzudenken. Wir unterhielten uns vor Tagen über die Nutzbarkeit von Wegen und Straßen fürs Joggen. Ja, wieso fürs Joggen und nicht für das Wandern? Ich neige mich dem Wandern zu. Oder gehen oder spazieren. Jedenfalls der gemächlicheren Gangart. Hier also meine Meinung dazu.

Langsam ist in vieler Hinsicht nützlicher für die Gesundheit. 
- besonders, wenn man sich in der Natur bewegt, erhält man bei langsamen wandern oder spazieren deutlich mehr Umweltinformationen als beim joggen. Man sieht, riecht, hört und spürt mehr von der Natur. Das ist ein nicht zu unterschätzender Gesundheitsfaktor.
- langsam setzt einen deutlichen Kontrapunkt zur sonstigen Hektik unseres Alltagslebens. Warum soll man nicht die Möglichkeit der bewussten Entschleunigung nutzen?
- eine Gangart in normalem Tempo entspricht eher unserem natürlichen Bewegungsschema als eine rennen. Dieses passt doch eher zum Fluchtreflex. 
- langsam kräftigt Sehnen, Gelenke und Muskulatur. Die Belastung beim rennen, kann diese aber sogar schädigen. Besonders dann, wenn unser Körpergewicht erheblich größer als notwendig ist. 
- den Trainingseffekt durch langsame Entwicklung halte ich auch für nachhaltiger.
- Streckenbezogen ist langsam sogar stärker im Energieumsatz als schnell. Denn beim Wandern mache ich pro km mehr Schritte als bei Joggingtempo. 
- für Menschen mit wenig Zeit, scheint Joggen aber den Vorteil zu haben, in kürzerer Zeit, den gleichen Energieumsatz zu haben. Stimmt. Die 6 km welche ich in 1 Stunde laufe, macht ein Jogger in 30 Minuten. Positiv gerechnet. Viel Jogger rennen nur unwesentlich schneller als ich wandere. Die gewonnenen halbe Stunde benötigt der Jogger aber um sich zwei mal umzuziehen und ausgiebig zu duschen. Zum Wandern oder spazieren benötige ich jedoch keine Spezialkleidung. Allenfalls andere Schuhe. Und ohne heftige Schweißausbrüche spare ich mir die extra Dusche. Der Jogger mag einwenden: dafür muss ich eben abends nicht mehr duschen. Einverstanden. Aber ...
- Wandern bzw. spazieren lässt sich problemlos in den ganz normalen Tagesablauf einbauen. Einfach den Arbeitsweg so planen, dass jeweils 15 Minuten Fussweg dabei sind. Das Einkaufen lässt sich ähnlich organisieren. Jeder Einkauf und andere notwendige Erledigung wird so zur Trainingseinheit.

Nicht zu vergessen. Wandern ist erheblich ästhetischer als Joggen. Ich spaziere regelmäßig auf von Joggern genutzten Wegen. Ich muss sagen, erschöpft mit den Füßen schlurfenden Jogger wirken nicht optisch anspruchsvoll. 

Samstag, 10. März 2018

Warum sollte man nur maximal 4 Schichten hintereinander arbeiten?

Eigentlich ganz logisch. Wieso sollten wir Menschen uns anmaßen, es in der Arbeitsleistung GOTT gleich zu tun? Dieser arbeitete bekanntermaßen 6 Schichten am Stück. Und zwar Nachtschichten ("Es wurde Abend und es wurde Morgen").  
Die ersten Schichten waren noch absolut in Ordnung, was die Qualität und die Quantität der Arbeit betrifft. Wenn auch die Einteilung der einzelnen Abschnitte, für mich als NichtGOTT nicht immer verständlich ist. Ich hätte die Aufgaben des vierten Tages ganz nach vorn gezogen. Aber - gegessen. Dieser Drops ist gelutscht. Ich habe Verständnis dafür. Jeder Nachtschichtler kennt die Probleme der ersten Schicht. Letztlich ist die Reihenfolge recht egal. Für den Menschen sowieso, der war noch gar nicht da. 

Nun zur entscheidenden Schicht. Die Sechste. Bis zur Mitte ist noch alles gut. Gott schuf alles Landgetier. Dieses lebte nunmehr gemeinsam mit den Pflanzen, den Wassertieren und den Vögeln in Frieden und Eintracht. Die Nahrungskette war ordentlich organisiert, Veränderungen der Umwelt gingen in einer Art und Weise vor sich, dass sich alles Leben ständig entwickeln und anpassen konnte. 
Die Zufriedenheit mit dem Erreichten verleitete GOTT nun zum entscheidenden Fehler. Er schuf die Herrentiere (schlechter Begriff, nicht gendergerecht). Wenn die auch Anfangs nur kleine Fehler machten, ich erinnere an das Essen eines Apfels vom falschen Baum, wuchs sich dieses Lebewesen bald zum Problem für die gesamte so gut gelungenen SCHÖPFUNG aus. 

Riesen Gebiete wurden entbaumt. Für die eigene Bequemlichkeit wurden Dinge auf die Welt gesetzt, welche diese mit Giften und Gasen zerstören. Die Fische nach und nach vollständig aus dem Wasser entfernt. Dafür Plastikmüll eingesetzt. Praktisch wird die SCHÖPFUNG GOTTes vernichtet. Stück um Stück. Gnade uns GOTT, wenn dieser aus seiner Freischicht zurück kommt und die nächste Schicht beginnt. Dann sieht er was passiert ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er da was ändern wird. Den GOTT ist gewiss auch selbstkritisch.

Wir sehen also. Selbst für GOTT sind 6 Tage zu viel. Wir Menschen machen solch grobe Fehler bereits am 5ten Tag.

Also. Maximal 4 Schichten und dann Pause.


Samstag, 16. Dezember 2017

kann man sich vegan ernähren?

Yes, we can! Um mal zu kalauern. Etwa 1.6 % der Deutschländer tun es. Die Vegetarier hinzugezählt sollen es gar 10% sein. Kein Kunststück. In vielen armen Ländern ernähren sich Menschen zwangsweise fleischlos. Auch hierzulande war das lange Zeit üblich und normal. Ob es tatsächlich gut für die Gesundheit ist, vermag ich nicht zu bewerten. Mit steigendem Fleischkonsum, ist offenbar aber auch die Lebenserwartung gestiegen. Oder trotz? Außerdem sind die heutigen pflanzlichen Lebensmittel oft hochveredelt.
Mögliche Mangelernährung an bestimmten Vitaminen oder Mineralien, welche durch rein pflanzliche Ernährung vorhanden sein soll, kann vernachlässigt werden. Viele von uns schaffen es, unvegan eine Mangelernährung dieser Art zu erzeugen. In dieser Hinsicht ist vegan also völlig in Ordnung.
Für mich ist es dennoch nichts. Mir gefällt vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung. Neben der Möhre, der Gurke, Tomate und dem Apfel, esse ich auch gern mal Rindsleber, Hühnchen, Fisch,  Wurst und Käse. Dazu bekenne ich mich. Dem alternden Menschen bekommen auch nicht mehr alle der gesunden pflanzlichen Nahrungsmittel. Schade.
Apropos Hühnchen. In alter Zeit galt eine Hühnerbrühe gut als Ernährung, um Kranke zu kräftigen. Nicht etwa Gemüsesuppe.

Praktizierende Veganer führen gern ethische Gründe für die vegane Ernährung an. Das Tierwohl wäre zu beachten und für die Umwelt ist es auch besser. Ich will den Veganern in dieser Hinsicht völlig Glauben schenken. Ja, ethisch ist es sicher nicht gut, Tiere zu töten, sie zum Zwecke unserer Ernährung in Massen und nicht gerecht ihrer Lebensweise zu halten oder auszubeuten. Mir wäre es auch lieber, wir könnten die Ernährung wie auf der Enterprise sicherstellen. Soweit werden wir jedoch absehbar nicht so schnell sein - wobei mir bereits heutzutage manch Lebensmittel schon zu 90% aus Erdöl zu bestehen scheint. 
So versuche ich bei der Auswahl meiner nicht veganen Ernährungskomponenten persönliche ethische Grundsätze zu beachten. Seit geraumer Zeit verzichte ich auf wohlschmeckendes Lamm- und Kalbfleisch sowie Spanferkel. Und achte beim Einkauf schon auf den Ursprung. 
Ausgebeutet werden übrigens nicht nur Tiere, sondern auch Menschen. 
Auch stelle ich mir ernsthaft die Frage, warum das Tierrecht höher gehandelt wird, als das der Pflanzen.

Die Welt kann ich nicht dadurch retten, dass ich vegan lebe. Schon durch den Standort meines Lebensmittelpunktes im reichen politischen Westen, ist viel vorbestimmt. Als Individuum kann ich zudem in der Demokratie nichts regulieren, indem ich als Konsument von einem Zug, in einen anderen steige. Ausschließlich die Macht von Industrie und Geld, mit willigen politischen Figuren aller geschlechtlicher Identitäten bestimmen das. Das verändert man nicht durch Verzicht auf Schnitzel und Honig.

Sonntag, 16. Juli 2017

Straßen und Müllbehälter ....

Einen Teil meines heutigen Sonntagsspazierganges, habe ich zum Müllsammeln benutzt. Offenbar gab es vor dem Haus eine spontane Party unter Teilnahme des Jägermeisters und Mr. Jim Beam. Die lagen unmittelbar neben dem Müllbehälter, hatten es also nicht mehr ganz geschafft. Ich habe ihnen in die Tonne geholfen. 

Solche Behälter sind eigentlich ganz gut, man sitzt auf der Bank, genießt die frische Luft und den Gesang der Vögel oder beobachtet die Kinder beim Spielen. Dazu knabbert man etwas mehr oder weniger Süßes und kann die leere Tüte gleich entsorgen. 

Hier befindet sich der Anfang des Hakens dieser Angelegenheit. Und der Zusammenhang mit den Straßen. So wie eben Straßen nichts zur Vermeidung von Straßenverkehr beitragen, sondern diesen erzeugen, so tragen diese öffentlichen Müllbehälter nicht zur Vermeidung von Müll, sondern zu dessen Erzeugung bei. Besser wäre es, wir würden den mitgebrachten Verpackungsmüll auch wieder mit nach Hause nehmen. Kann ja in doppelter Hinsicht nicht so schwer sein. Haben den Inhalt ja verzehrt.

Schnaps- und Weinflaschen würden auch nicht so viele draußen rumliegen, gäbe es auch hier eine finanzielle Belohnung für die Rückgabe.

Samstag, 30. Juli 2016

Horoskope und Orakel

Von Alters her wurde versucht, auf Basis von Positionen gut sichtbarer Himmelskörper, Schlüsse auf das Leben von Menschen und Ereignisse in deren Umgebung zu erklären, festzulegen oder gar vorherzusagen. Selbst in unserer, aufgeklärten und von wissenschaftlichen Erkenntnissen durchdrungenen Zeit, finden Horoskope großen Zuspruch und sind ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor.  
Der Mensch - besonders wenn er sich über etwas im unklaren ist, vor allem was seine persönliche Zukunft in sozialer, gesundheitlicher und ökonomischer Hinsicht betrifft, greift gern auf solche Hilfsmittel zurück. 

Auch ich lese mir gerne mal ein Horoskop in der Zeitung durch - oder befrage im Internet ein Orakel. Erfreue mich dabei an lustigen Aussagen und scheinbar treffsicheren Erkenntnissen. Obzwar ich weiß, dass man selbstverständlich nicht aus Ort und Zeit seiner Geburt und dem Lauf der Himmelskörper die Zukunft voraussagen kann. Auch nicht die Qualität seiner gegenwärtigen Lebensverhältnisse. Dafür lohnt es eher seine eigenen Sinne zu befragen, den Zustand seiner persönlichen Beziehungen und den Kontostand zu prüfen.


Wie ist das jedoch mit meinem Wesen, wird dieses durch den Ort und der Zeit meiner Geburt bestimmt? Damit meine ich jetzt nicht bestimmte sozialökonomische Komponenten. Denn, dass es sich auf das Leben eines Menschen auswirkt, ob er in Afrika als Kind eines armen Bauern geboren wird oder in Europa als Kind eines Millionärs, ist schon ziemlich klar.



Ich denke jedoch, dass es auch andere Zusammenhänge zwischen Ort und Zeit der Geburt sowie dem Charakter und Wesen eines Menschen auf der anderen Seite gab und gibt. Unsere Ahnen hatten ein wesentlich höheres Naturwissen und Naturverständnis als wir. Und sie beobachteten genauer. Nahmen erkannte Zusammenhänge in das weiter vermittelte Wissen auf. Auch wenn sicher manche daraus hergestellten Bezüge willkürlich erscheinen und ein guter Teil es auch ist. Wir wissen ja, wenn es regnet wird die Straße nass. Wenn die Straße nass ist, bedeutet das jedoch nicht, dass es geregnet hat, Es kann auch die Stadtreinigung mit einem Sprengwagen gefahren sein. Oder ein Wasserrohr ist geplatzt.



In den Zeiten. als sich unserer Vorfahren noch durch produktive Arbeit als Bauern ernähren mussten und jahreszeitlich sehr unterschiedliche Bedingungen dafür hatten, erscheint es mir sehr einleuchtend, dass es für ein Kind einen Unterschied macht, ob es in Bezug auf die Nährung, zu einer guten Zeit oder eben zu Hungerzeiten am Ende eines langen Winters das Licht der Welt erblickte. Das konnte gar über Leben und Tod entscheiden. Wer einen guten Geburtszeitraum erwischte wurde unter einem guten Stern geboren. Defizite beim Essen wirken sich auch in der Dauer auf uns aus. Nicht nur körperlich - nein, auch das Gehirn benötigt bestimmte Mineralien und Vitamine, um die größte Leistung zu vollbringen. Auch ist es wichtig, ob ich ausreichend Sonnenlicht erhalte oder ich schon meine ersten, wichtigen Lebensmonate weitestgehend im Dunklen verbringen muss. Diese persönliche Entwicklung eines Menschen bestimmt sowohl die Stellung in der Gemeinschaft, als auch meine sich daraus entwickelnde Persönlichkeit. Ein starker und kluger Mensch hat ganz andere Möglichkeiten für sein Selbstbewusstsein, als der schwache und geistig benachteiligte Bruder.


Als weiteren Aspekt sehe ich auch, dass später scheinbar an die Zeit und zu dieser Zeit erkannte Planetenkonstellationen geknüpfte Eigenschaften nicht nur einfach zugesprochen, sondern auch anerzogen werden. Wem man von Geburt an, Empfindsamkeit nachsagt, den behandelt man möglicherweise auch dementsprechend. Ihn konditioniert man ganz anders als den unter dem Stern des Strahlemanns geborenen Siegertypen.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Nolympia für mich

Ich liebe Sport, vor allem die olympischen Spiele. Vielfalt in jeder Hinsicht. Verschiedene Sportarten und unterschiedliche Leistungsspektren. Friedlicher Wettstreit dominiert über  Streit zwischen Staaten. So habe ich in der Vergangenheit auch jede Gelegenheit genutzt, die sportlichen Veranstaltungen von Olympia im Fernsehen zu verfolgen.  Dieses Mal werde ich jedoch mein Interesse erheblich vermindern und Olympiasendungen nicht ansehen. Ich habe einfach keinen Bock über längere Zeit politische s/w Veranstaltungen rein zu ziehen und mir Russland Bashing anzuhören. Denn genau dieses ist zu erwarten. In jedem Wettkampf, an welchem ein russischer Sportler teilnimmt, werde ich Sprüche zum Thema hören. Sollte gar eine russische Athletin oder ein russischer Athlet auf dem Treppchen stehen ... man kann sich die Kommentare dazu vorstellen.

Ich bin für faire Wettkämpfe, mit verbotenen Mitteln erzielte Resultate sind nicht fair. Jedem ernsthaften Hinweis auf solchen Betrug ist nachzugehen. Die erwischten Sportler sind entsprechend der Regeln zu behandeln. 
Gegenwärtig habe ich allerdings den Eindruck, es gäbe mehrere Arten von Doping. Das verzeihliche Doping der Sportler aus den guten Ländern auf der einen Seite. Andererseits das böse russische "Staatsdoping". Unter Einbeziehung von Sportlern, von welchen es keinen weiteren Verdacht auf Doping gibt, als den des "Staatsdopings". Da will ich jetzt gar nicht darüber reden, ob es dafür tatsächlich auch Beweise gibt oder die Anschuldigen ausschließlich auf Aussagen von Kronzeugen beruhen. 
Mir scheint, hier wird nicht Doping, sondern ein ungeliebtes Land bekämpft.  Wie gesagt, die Erwischten muss es treffen, es müssen also auch hier rechtsstaatliche Regeln gelten. Gegen die russischen Leichtathleten gibt es jedoch eine Kollektivstrafe. Und gegen den Vermeid des kollektiven Ausschluss aller russischen Sportler gibt es lautstarken Protest - auch von Sportlern*. Es gibt also die Forderung einer Bestrafung von Sportlern, ohne dass es einen Nachweis gibt, sie hätten unrecht gehandelt. Gleichzeitig werden Sportler an den Spielen teilnehmen, welche bereits eine Strafe wegen nachgewiesenen Dopings hatten. 




P.S. Aus der olympischen Charta: Ziel des Olympismus ist es, den Sport in den Dienst der harmonischen Entwicklung der Menschheit zu stellen, um eine friedliche Gesellschaft zu fördern, die der Wahrung der Menschenwürde verpflichtet ist. 

Jede Form von Diskriminierung eines Landes oder einer Person aufgrund von Rasse, Religion, Politik, Geschlecht oder aus sonstigen Gründen ist mit der Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung unvereinbar.


P.P.S. Ich bin für Wandern als wahrhafte olympische Sportart. Es geht dem Wanderer nicht um den Sieg gegen einen anderen Sportler, sondern um gemeinsamen friedlichen Sieg gegen sich selbst. Unabhängig von Glaube und Passeintrag, gemeinsam durchführbar. Verbindet miteinander. Doping spielt leine Rolle. Oder steht Bier auf der Liste?

* wundert mich doch ein wenig. Wissen sie doch, welche Anstrengung es kostet zu den Spielen zu kommen. Und können sich auch vorstellen, wie es schmerzt, mit Betrügern in einen Topf geworfen zu werden und auf Verdacht ausgeschlossen zu werden.

Sonntag, 3. Juli 2016

Familienfotos und Zeitreisen ohne Marty und den Doc

In einem gut geführtem Schuhkarton, lassen sich etliche alte Familienbilder und verschiedenste Papiere zur Familiengeschichte finden. Sie geben uns die Möglichkeit einer Zeitreise zurück. 
Durch fleißige Recherche meines Vaters kann ich inzwischen 10 Generationen zurück schauen. Das reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhundert hinein. Da die Fotographie aber erst im 19. Jahrhundert entwickelt wurde, könnten tatsächlich Fotos erst von meinem Urururgroßvater vorhanden sein. Tatsächlich stammt das erste Foto jedoch von dessen Enkelin, meiner Urgroßmutter. Aber mein Vater vermutete, dass deren Vater sich im Hintergrund ins Bild geschmuggelt hat. Vergleichsbilder gibt es keine. So nehme ich das einfach als Tatsache. Zumal es logisch erscheint. Es ist auf jeden Fall ein Mann, welcher auf dem Hof lebte. 
Sich fotografieren zu lassen, war sicher einerseits nicht üblich - warum auch, man sah sich damals noch regelmäßig leibhaftig. Mehrere Generationen wohnten eng zusammen und sahen sich täglich. Ihr "whatsapp" war das reale Leben. Auf der anderen Seite, wird es nicht besonders billig gewesen sein, ein Foto anzufertigen. Und wem der vielen Verwandten gibt man es dann?

Das spannende an solchen Rückblicken in die Generationen ist, dass man hier so etwas wie eine Ahnung von Antwort darauf erhält, woher man kommt. Meine Ahnen stammen (soweit mein Blick reicht) jeweils von der Nordkante des Bruches der Erzgebirgsputscholle. Väterlicherseits vom Osterzgebirge und von Seiten meiner Mutter vom anderen Ende - dem Vogtland. Dort gab es praktisch immer Migration. Zu Zeiten auch ein Leben unter böhmischer Herrschaft. Ich kann also gut und gerne davon ausgehen, dass in meinen DNA zumindest osteuropäische Lebensspuren feststellbar sein werden.  Auch unser Familienname hat sicher slawische Wurzeln. Ich bin also kein "Urdeutscher", was das auch immer sein könnte. Ich halte es ja ohnehin für unsinnig anzunehmen, irgendjemand sei durch einen bestimmten Geburtsort qualitativ geprägt, gar besser als andere Menschen. Das wäre völlig unlogisch. Wie können staatliche Grenzen, solche Unterschiede prägen? Zumal wir ja aus der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Menschen wissen, dass wir ALLE irgendwo aus Südostafrika stammen. Alle Menschen sind also ziemlich eng miteinander verwandt oder waren vor Millionen von Jahren zumindest Nachbarn. 
Angenehm ist mir mein Familienname schon, deutet er doch darauf hin, dass der ursprüngliche Namensgeber meinen Vorfahren als angenehm=lieb empfand.
Irgendwann schenke ich mir mal einen DNA Test, um meine stammesgeschichtliche Herkunft genauer zu beleuchten.

Die nächste Frage welche sich mir stellt, bezieht sich auf das, was meine Vorfahren früher "beruflich" taten, um sich und die Familie zu ernähren. Dieser Thematik kann man sich z.B. über den Namen nähern. Das geht über meinen Familiennamen relativ schlecht. Er scheint nämlich von einem slawischen Rufnamen hergeleitet zu sein und nicht von einer Tätigkeit. Siehe oben.
Es finden sich jedoch in der frühen Ahnenreihe sowohl die Namen Köhler, als auch Fischer. Es dürften also bodenständige Menschen gewesen zu sein, welche sich ursprünglich von der Köhlerei und dem Fischen genährt haben. Im Erzgebirge ziemlich typisch. Über die Köhler ist auch meine Liebe zum Wald erklärbar. Und die Helfrichts waren wohl als Helfer oder hilfsbereit bekannt. In alten Urkunden tauchen dann auch die tatsächlichen Berufe der im 18. und 19. Jahrhundert lebenden Vorfahren auf. So gab es u.a. Schneider und Waldarbeiter und Häusler (also stark landwirtschaftlich tätige Menschen). Aber auch Weber. das passt auch zu einem der Namen. Ein Urururgroßvater hieß nämlich Färber.



Mittwoch, 15. Juni 2016

Angst und Vorbehalte

In den Nachrichten hörte ich gerade folgende Meldung: Viele Deutsche sehen den Islam immer skeptischer: In einer Umfrage der Universität Leipzig gab jeder zweite Befragte an, sich durch Muslime manchmal "wie ein Fremder im eigenen Land zu fühlen". Vor sieben Jahren sei es nur jeder Dritte gewesen.
Offenbar haben viele Deutsche Angst vor diesen Menschen und deren fremdartig erscheinenden Lebensweise. Es sind Männer, Frauen und Kinder, welche aus unterschiedlichsten Gründen zu uns kamen und kommen. Hauptsächlich aber, weil sie bei sich zu Hause im eigenen Land nicht mehr so leben konnten, wie sie möchten. Jetzt scheinen sie allein durch ihre Anwesenheit unser Leben mitzubestimmen. Obwohl sie das in ihrer überwiegenden Mehrheit gar nicht tun.

Mir kommt dabei der Gedanke, wie Viele von uns, denken manchmal über die Ängste und Vorbehalte, der zu "uns" flüchtenden Menschen nach? Denn "wir" bestimmen viel stärker das Leben in den Ländern, aus welchen diese Menschen zu uns gelangen, als es umgekehrt der Fall ist. Und zwar ganz aktiv!

Durch wirtschaftlichen Einfluss, zum Teil unter bewusster Missachtung von Regeln, welche bei "uns" ganz normal sind. 
Durch den erhobenen Zeigefinger, mit welchem wir diesen Ländern sagen, was sie aus unserer Sicht "falsch" machen. Dabei wird einfach vorausgesetzt, dass unsere Sicht immer die richtige ist. Oder weil dort Dinge üblich sind, welche auch wir noch nicht lange überwunden haben.
Durch Bestrafung mittels Sanktionen, weil diese Länder Dinge tun, welche wir nur für uns reklamieren.
Durch mittelbaren und unmittelbaren militärischen Einfluss, welches es in manchen Ländern praktisch unmöglich gemacht, dort noch normal zu leben. 


Auch ich habe Angst. Vor Leuten welche solche Ängste immer wieder füttern.

Samstag, 11. Juni 2016

Bus vs. Bahn

Heute mal so etwas wie eine "Verbraucherberatung". Nach einigen Problemen mit der Bahn, so z.B. durch Streik und seit dem neuen Fahrplan, mit der Abschaffung des Frühzuges nach Dresden, habe ich verstärkt darüber nachgedacht, die Teilstrecke nach Dresden mit dem Bus zu fahren. Das klingt nämlich sehr günstig. Zum Beispiel für ganze 6 € nach Dresden zu kutschen. Aber ist das wirklich so günstig. Als Annahme möchte ich in der nächsten Woche vom S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee nach Freiberg fahren. Ich bin normaler Kunde und fahre ohne Bahncard. Das kostet mich im Sparangebot der Bahn 19 €. Im Preis ist der Nahverkehr um zum Bahnhof in Berlin zu gelangen bereits mit drin. Ich benötige 3 Stunden und 12 Minuten, bin 10 vor 10 in Freiberg.

Und der Bus? Die Internetsuche bietet keine echte Alternative an, der Computer bietet ab 23 € und 6 Stunden Reisedauer Angebote. Auch BlaBlaCar hat nichts. 

Ich gebe dem Bus aber noch eine Chance und mische mir die Reise selbst.
Ein Anbieter würde mich für 5 € ab ZOB nachts kurz vor zwei transportieren, das ist zeitlich unakzeptabel. Das preislich zweitbeste Angebot läuft für 6 € ab Südkreuz. Also rechnen wir einmal. 
1. Frankfurter Allee - Südkreuz kostet 2,70 €
2. Bus nach Dresden kostet 6 € und für das Gepäck 1 €.
3. Bahnfahrt von Dresden nach Freiberg kostet 8,30 €
das ergibt zusammen 18 € bei einer Fahrzeit von 3 Stunden 47 Minuten. 

Der Bus bietet somit keinen echten Vorteil. Für einen Euro lohnt es nicht, schlechteren Komfort und eine längere Reisezeit in Kauf zu nehmen. Das lohnt selbst bei den Dumpingpreisen der Busanbieter nur bei Direktreisen. 

Ich habe es auch für mich als Bahnkartenbesitzer berechnet. Da ist es sogar preiswerter als mit dem Bus.

Ich bleibe also der Bahn treu. 

Freitag, 22. April 2016

Junge Union und Böhmermann

Wo ist hier der Zusammenhang? ich sage mal so: nur meine gute Erziehung (in der DDR) hält mich davon ab, in Bezug auf die Vorschläge der Jungen Union und von Hr. Finanzminister Schäuble, das Renteneintrittsalter ab 2030 schrittweise auf 70 Jahre anzuheben,  in Böhmermannschem Stil zu antworten. 
Wir schreiben 2016, haben Probleme mit aktuellen Aufgaben, aber äußern uns unangemessen zu 2030 - 2100.
Wird dadurch für die Masse der abhängig Beschäftigten (zur Erklärung für Leute, welche von ihrem Reichtum leben: das sind diejenigen, welche die Werte schaffen und das Leben im Lande am laufen halten) irgend etwas besser? Selbstverständlich nicht. Sie halten eben nur über längere Zeit das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben im Lande am laufen. Ersparen dem Staat somit Auszahlungen aus der Kasse, in welche sie ein Arbeitsleben lang einzahlten.
Ich bin durchaus dafür, Menschen welche es wollen und vor allem auch noch können, in Arbeit zu halten. Aber eben auf freiwilliger Basis. Die Arbeit ist heutzutage so gestaltet, dass es viele Menschen gar nicht schaffen, 50 Jahre und mehr zu arbeiten. Einmal ganz abgesehen davon, dass eine große Zahl jüngerer Menschen ohne bezahlte Arbeit ist. 
Solche Vorschläge gehen also eindeutig in die Richtung, auch ältere Menschen noch abzuzocken.
Schon für die heutige Rente lohnt es eigentlich nicht mehr zu arbeiten. So werde z.B. ich, wenn ich mit ca. 66 Jahren "normal" in Rente gehe, deutlich unter 1000 € auf mein Konto bezahlt bekommen. Das liegt mehr als 100 € unter dem steuerlichem Existenzminimum. Nach 47 Jahren Arbeit, davon 2/3 im vereinigtem Deutschland und 1/3 dieser Jahre im Drei-Schicht-Dienst. In meiner Lebensarbeitszeit habe ich dabei nie zu den ganz schlecht bezahlten Beschäftigten gehört. Seit Einführung des Mindestlohnes erhielt ich stets mehr als diesen.

Ich habe größtes Verständnis für Menschen, welche sich bewusst für ein Hartz IV Leben entschieden haben. Arbeit lohnt einfach nicht.
Ich bin ein Mensch, welcher sein ganzes Leben gern gearbeitet hat. Die Basis für diese Lust, wird aber mehr und mehr entzogen.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

in alter Zeit ....

also vor Smartphone, facebook oder Handy, da hatten die Menschen noch soziale Beziehungen. Da ich damit rechnen muss, das hier auch einmal jemand liest, der zur Gruppe derjenigen gehört, welcher eher auf das Display seines Smartphones starrt, als in das Gesicht seines Gegenüber zu blicken, versuche ich das mal kurz zu erläutern. Solche, auch als zwischenmenschlich bezeichnete Beziehungen sind gekennzeichnet durch Gefühl, aufeinander eingehen, gemeinsames Erleben und unmittelbare Kommunikation durch Sprache. 
Wenn wir da ganz weit zurückgehen, saßen die Menschen am gemeinsamen Lagerfeuer und haben sich Geschichten erzählt und gemeinsam gesungen. Ein wenig von dieser Atmosphäre gelingt es manchem von uns zur Weihnachtszeit aufzubauen. Als Rahmen organisieren wir Weihnachtsfeiern. Fortgeschrittene treffen sich unter Freunden oder in der Familie. Kerzen symbolisieren das Lagerfeuer, wir trinken ein Glas Wein oder Bier und unterhalten uns. 

Ich bin froh, Menschen um mich zu haben, mit welchen mir das gelingt. Mit diesen klappt das sogar außerhalb der Weihnachtszeit. Dafür bin ich außerordentlich dankbar und froh. Es ist nämlich ein außerordentlich wertvolles Geschenk. Nicht durch alles Geld dieser Welt zu ersetzen. Und auch nicht mit moderner Technik nicht zu simulieren.

Und schaut euch mal das mehrfach verwendete Wort gemeinsam genau an. Ohne die Gemeinschaft bleibt einsam.


Dienstag, 13. Oktober 2015

bin ich Zufrieden?


Dieser Ahorn ist zufrieden, weil er existiert.
Gleichsam ist er unzufrieden, weil er wachsen
möchte.
Mir wurde gesagt, ich würde einen unzufriedenen Eindruck machen. Das habe ich spontan zurückgewiesen. Nicht nur, weil der äußere Schein manchmal trügt. Denn eigentlich bin ich mit meiner Situation zufrieden. Mit Konfuzius stimme ich da im wesentlichen überein: Zufriedenheit bringt auch in der Armut Glück. Unzufriedenheit ist Armut, auch im Glück. 
Allerdings ist das, von einem anderen Gesichtspunkt betrachtet, wie beim Wetter. Sonnig ist gut, aber ein paar Wolken gehören schon dazu. Vollständige Zufriedenheit ist Stillstand, Stillstand ist jedoch Tod. Bei 0 Kelvin bewegt sich nichts mehr. Ich will das nicht. Ich will mich und die Verhältnisse, in welchen ich lebe, permanent entwickeln. Das erfordert Veränderungen. Um das anzutreiben bedarf es eines bestimmten Maßes an Unzufriedenheit. Welche sich aber nicht in spontanen Frusthandlungen, sondern nützlicher Nörgelei äußern sollte. 


Insofern ist die spontane Zurückweisung zu relativieren. Ja, ich bin unzufrieden. Weil ich es kann! Und weil es notwendig ist. Warten auf Andere, kann eigenes Handeln nicht ersetzen.

Sonntag, 23. August 2015

Ängste

In meinem Holzhau-Blog meditierte ich vor geraumer Zeit über die Ängste von ortsansässigen Hoteliers über das mögliche Ausbleiben von Touristen im Erzgebirge, wenn auf der tschechischen Seite weitere Windkraftanlagen gebaut werden. Diesem Thema möchte ich inhaltlich nichts weiter hinzufügen - außer der Feststellung, dass diese bislang nicht errichtet wurden. Das kann durchaus an den Bürgerprotesten liegen. 
In meinem Schuhkarton haben sich meinerseits Befürchtungen angesammelt, dass der Fremdenverkehr in "meinem" Erzgebirge ernsthaft bedroht wird, durch massive fremdenfeindliche Aktivitäten in der früheren Weltstadt Dresden und seiner näheren Umgebung. Mal schauen, wann die Hoteliers, welche Angst wegen Windkraftanlagen hatten, ihre Angst wegen fremdenfeindlicher Gewalt äußern.

Um das klar zu stellen: ich kann durchaus verstehen, wenn es unterschiedliche Meinungen und Gedanken zum Thema Asyl gibt. Da läuft gewiss vieles schief und die Kommunen werden mit vielen daraus erwachsenden Problemen allein gelassen. Ich habe allerdings nicht das geringste Verständnis, wenn daraus erwachsende Probleme buchstäblich auf dem Rücken der Opfer und mit Gewalt ausgetragen werden. 

Wir tragen hier nicht nur aus Menschlichkeit große Verantwortung, sondern sind aus vielfacher Sicht direkt mitschuldig an der Entstehung der Flüchtlingsströme aus Ländern, in welchen Frauen, Kinder und Männer tagtäglich unmittelbar an Gesundheit und Leben bedroht sind.
Diese Menschen kommen vor allem aus: Syrien, Ex-Jugoslawien, Eritrea, Afghanistan, Somalia, Irak. Das sind Länder, in welchen wir als "internationale" Gemeinschaft am Rad gedreht haben, um dort gesellschaftliche Verhältnisse in "unserem" Sinne zu verändern. Hätten wir dort nicht eingegriffen, müssten von dort keine oder erheblich weniger Menschen fliehen.

Mal drüber nachdenken. Schuld kann nicht nur aus Tun, sondern auch aus Unterlassen entstehen.

Donnerstag, 25. Juni 2015

GREXIT Schit

Jeder mit zumindest scheinbarer Bedeutung äußert sich zum Verbleib Griechenlands in der EU. Die gefühlte Mehrheit der EXPERTEN in Brüssel, anderen Hauptstädten, Medien und Biertischen ist gegen den Verbleib der pösen, pösen Hellenen. 
So werde ich als bekennender NICHTEXPERTE* auch einmal meine Meinung dazu äußern. Die europäische Ehegemeinschaft mit vereinbarter Gütertrennung wurde 1992 geschlossen. Der Ehevertrag trat 1993 in Kraft. Bestimmte Sachen kann man wie in einer richtigen Ehe nur einstimmig tun - was ja auch vernünftig ist. Zu diesen Dingen gehört die Neuaufnahme von Mitgliedern. Da sag ich schon mal hallo! Wie ist das dann beim EXIT eines Mitgliedes, braucht man da keine Einstimmigkeit? Darf da das Nochmitglied nicht mehr abstimmen?

Wenn ich eine Partnerschaft eingehe, sollte ich wissen, worauf ich mich einlasse. Daher machen viele Leute die Sache erst fest, nachdem die Wirkung der rosaroten Brille schon ein wenig nachlässt. Aber auch sonst: "ist meins, habe ich angeleckt" bleibt in Wirkung, mit allem was dazu gehört. Da kann man schwer sagen, dass man die Fürsorge für angeheiratete Kinder, Schwiegereltern etc. nicht wahrnehmen möchte.

Wir haben im übrigen auch hierzulande arme und reiche Länder. Welche wegen Strukturproblemen alimentiert werden müssen. Wollen wir vielleicht in Zukunft auch ein SAXIT oder MeVoPoXIT organisieren?

*als EXPERTE müsste ich alle Zusammenhänge, Bedingungen und Verhältnisse kennen. Ich gebe zu, ich kenne diese nicht. Daher bewundere ich alle Menschen welche präzise urteilen und werten können und dafür nur die Medienberichte und zwei Urlaube in Griechenland als Basis haben. Faszinierend. 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Ich denke, also bin ich ...

So formulierte es René Descartes. Wie ist es aber wenn man nicht denkt, ist man dann immer noch? Ganz gewiss. Denn der Gedanke geht ja weiter und besagt um denken zu können, muss man sein. Ich will hier aber keinen philosophischen Beitrag leisten, sondern nutze den Satz eigentlich nur als Krücke, um über etwas anderes zu berichten. Und um die Wortspielerei fortzusetzen und in die gewünschte Richtung zu lenken: die Krücke ist mein Wanderstock.

Meine Freunde und guten Bekannten wissen um meine fast als manisch zu bezeichnende Zuneigung zu Bäumen und zum Wald, sonders den rund um meine große Liebe Holzhau. Jede Möglichkeit dort zu wandern wird von mir genutzt. Inzwischen kenne ich zwar noch immer nicht jeden Baum, jedoch wird jeder Baum mich kennen. Denn so etwas spricht sich unter den Bäumen selbstverständlich herum. Und dafür muss ich nicht unbedingt jeden Baum umarmen.

Wenn ich dort eine Wanderung durchführe passiert es ganz häufig, dass ich bereits nach wenigen Minuten Wanderung, das Denken einstelle. Jedenfalls merke ich immer wieder, dass ich 15, 20 oder 30 Minuten nicht gedacht habe. Ich auf mehreren Kilometern meines Weges praktisch nichts um mich herum wahrnahm. Dabei überkommt mich aber das Gefühl, eins gewesen zu sein mit der Natur um mich herum. Dieses Gefühl ist ein sehr Gutes. Körperlich und geistig empfinde ich Entspannung und Erholung. Nach nur zwei oder drei Tagen solchen einsamen Holzhau-Wanderungen fühle ich mich erholt, als wären das zwei Wochen Urlaub gewesen. 

Ich war selbstverständlich auch in dieser Zeit meines nicht wahrgenommenen Denkens. Aber vielleicht nicht ich selbst, sondern ein anderes Wesen. 
Und nun hinterlasse ich das Eurem Denken.



Donnerstag, 7. Mai 2015

Solidarität

Häufig höre und lese ich jetzt von der Notwendigkeit, Solidarität mit den streikenden GDLern zu üben. Ganz klar: ich habe Verständnis für alle abhängig Beschäftigen, welche ihr Recht wahrnehmen sich gegen schlechte Behandlung, miese Bezahlung und miserable Arbeitsbedingungen zu wehren. Wenn alle drei Komponenten zum Streik führen, fühle ich mich auch solidarisch mit diesen Menschen verbunden. 

Ich stelle mir aber auch Fragen.
Frage Nr. 1 an die Lokführer. Wen habt ihr eigentlich gewählt und wen werdet ihr bei der nächsten Bundestagswahl wählen? Wählt ihr denn Parteien, welche das aktuelle Gesellschaftssystem für ungerecht halten und daher als unsolidarisch und abzuwählend einschätzen? Oder macht ihr Euer Kreuz bei den etablierten und anderen, das System als alternativ-los ansehenden Parteien? Denn damit zementiert ihr auch Unrecht Eures "Arbeitgebers". "Arbeitgeber" bewusst in "" - denn die Arbeit(skraft) gebt ihr. Die DB nimmt sie und zahlt dafür einen festgelegten Preis. 
Im Internet kann ich nachlesen, dass der aktuelle Bundesvorsitzende der GDL in der gleichen Partei ist, wie die aktuelle Bundeskanzlerin. Und die hält das wohl für o.k.!

Frage Nr. 2. Wie sieht es mit Eurer Solidarität gegenüber den Menschen aus, welche ihr transportiert? Ist Euch tatsächlich klar, dass ihr nicht nur aktuelle Transportprobleme schafft, sondern diese Menschen die Resultate des Streiks auch bezahlen? Durch Tariferhöhungen und weniger Rentenpunkte? Wie letzteres zustande kommt, kann man hier nachlesen. Das ihr die aktuelle Störung für die Reisenden erkennt und bedauert ist schon mal positiv.

Damit will ich Euch nicht von Eurem Kampf abhalten - er ist ja berechtigt. Auch ihr habt ein Recht Eure Interessen, mit den zur Verfügung stehenden Mittel durchzusetzen. Das andere das nicht so gut können, ist ja nicht Eure Schuld. Aber darüber nachdenken darf ich und dürft auch ihr schon mal.

Übrigens: ich bin gegen einen vorzeitigen Abbruch des Streiks, wenn nicht eine tatsächliche Bewegung der DB erfolgt. Ich bin sogar dafür, den Streik über den Sonntag hinaus fortzusetzen, wenn bis dahin kein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt.